In-Depth: Smith ist wieder zurück (25. Jun. 2009)
Bis zum März fragte sich Alex Smith: "Wird mein Arm je wieder so sein, wie er war?". Jetzt ist die Antwort da: Zuversichtlich kann er Ja! sagen.
Der Juni gehörte ganz klar Smith. Nein, er hat es noch nicht geschafft, Shaun Hill beim Kampf um die Quarterback Starting Position zu überholen. Aber er hat den Alex Smith vom Juni 2008 hinter sich gelassen. Und das war sein schlimmster Gegner.
Auch dieser Alex Smith versuchte, eine Schulter-Operation zu überwinden. Damals, im Dezember 2007 sagte sein Arzt, er habe keine Ahnung, wie er diese Operation hinbekommen habe. Smith hatte drei Spiele mit kaputten Bändern gespielt - alles, was Schulter und Schlüsselbein verbindet, war nicht nur gerissen, sondern zerfetzt und musste mit Drähten wieder zusammengeflickt werden. Trotzdem dachte Smith, er könnte nach sechs Monaten wieder bei vollen Kräften sein. Das wurde nichts.
Smith stellte sich Mike Martz anstrengendem Dreier-Wettkampf mit einem Wackel-Arm. Seine Würfe hatten nie Zip, die Receiver mussten regelmässig hinter sich greifen um den Ball zu bekommen. Seine Selbstsicherheit verschwand.
Smith hatte das alles nicht vergessen, als er im Januar zum zweiten Mal mit der Rehabilitation begann. Diesmal war eine Knochenstück entfernt worden, das bei der ersten Operation nicht richtig geheilt war.
Wieder sagten die Ärzte, der Arm werde sich erholen und liessen ihn genau dasselbe Reha-Schema durchmachen wie im Jahr zuvor. "Natürlich habe ich mich gefragt, komme ich diesmal auf 100 Prozent?", sagt Smith. "Beim ersten Mal hatte ich mich da durchgequält und mich danach niemals gut gefühlt".
Diesmal aber stimmt die Prognose. Nach den Mai-Minicamps kamen die Juni OTA's, und Smiths Würfe hatten wieder den Zip, den man zwei Jahre lang nicht von ihm gesehen hatte. Die Spirale ist eng, die Würfe treffen.
Dass Coach Mike Singletary seine Spieler zweimal am Tag trainieren liess, machte Smiths Selbstvertrauen nur noch stärker. Sein rechter Arm feierte - endlich - sein triumphales Combeback.
General Manager Scot McCloughan sagte kürzlich, Smith sehe besser aus als je zuvor in der NFL. Er ist darüber hinaus in der besten Ausgangsposition seiner NFL-Karriere. Mike Nolan, mit dem er die letzten eineinhalb Jahre im Kalten Krieg lag, ist weg. Smith muss nicht mehr eine Offense spielen, die seinen Stärken nicht entgegenkommt. Er hat seinen Vertrag umstrukturiert und man erwartet viel weniger von ihm.
Ausserdem haben Smith und Hill die beste Unterstützung seit Jahren - beim Receiver Team und auch bei der Offensive Line. Genauer gesagt, die beste, seit Jerry Rice und Terrell Owens in San Francisco waren. Und er hat fast zwei Jahre voller Schulterprobleme hinter sich. Jetzt muss er sich nur noch an Shaun Hill vorbeiarbeiten.
Quelle: Matt Barrows, Sac Bee, 25.6.
Der Juni gehörte ganz klar Smith. Nein, er hat es noch nicht geschafft, Shaun Hill beim Kampf um die Quarterback Starting Position zu überholen. Aber er hat den Alex Smith vom Juni 2008 hinter sich gelassen. Und das war sein schlimmster Gegner.
Auch dieser Alex Smith versuchte, eine Schulter-Operation zu überwinden. Damals, im Dezember 2007 sagte sein Arzt, er habe keine Ahnung, wie er diese Operation hinbekommen habe. Smith hatte drei Spiele mit kaputten Bändern gespielt - alles, was Schulter und Schlüsselbein verbindet, war nicht nur gerissen, sondern zerfetzt und musste mit Drähten wieder zusammengeflickt werden. Trotzdem dachte Smith, er könnte nach sechs Monaten wieder bei vollen Kräften sein. Das wurde nichts.
Smith stellte sich Mike Martz anstrengendem Dreier-Wettkampf mit einem Wackel-Arm. Seine Würfe hatten nie Zip, die Receiver mussten regelmässig hinter sich greifen um den Ball zu bekommen. Seine Selbstsicherheit verschwand.
Smith hatte das alles nicht vergessen, als er im Januar zum zweiten Mal mit der Rehabilitation begann. Diesmal war eine Knochenstück entfernt worden, das bei der ersten Operation nicht richtig geheilt war.
Wieder sagten die Ärzte, der Arm werde sich erholen und liessen ihn genau dasselbe Reha-Schema durchmachen wie im Jahr zuvor. "Natürlich habe ich mich gefragt, komme ich diesmal auf 100 Prozent?", sagt Smith. "Beim ersten Mal hatte ich mich da durchgequält und mich danach niemals gut gefühlt".
Diesmal aber stimmt die Prognose. Nach den Mai-Minicamps kamen die Juni OTA's, und Smiths Würfe hatten wieder den Zip, den man zwei Jahre lang nicht von ihm gesehen hatte. Die Spirale ist eng, die Würfe treffen.
Dass Coach Mike Singletary seine Spieler zweimal am Tag trainieren liess, machte Smiths Selbstvertrauen nur noch stärker. Sein rechter Arm feierte - endlich - sein triumphales Combeback.
General Manager Scot McCloughan sagte kürzlich, Smith sehe besser aus als je zuvor in der NFL. Er ist darüber hinaus in der besten Ausgangsposition seiner NFL-Karriere. Mike Nolan, mit dem er die letzten eineinhalb Jahre im Kalten Krieg lag, ist weg. Smith muss nicht mehr eine Offense spielen, die seinen Stärken nicht entgegenkommt. Er hat seinen Vertrag umstrukturiert und man erwartet viel weniger von ihm.
Ausserdem haben Smith und Hill die beste Unterstützung seit Jahren - beim Receiver Team und auch bei der Offensive Line. Genauer gesagt, die beste, seit Jerry Rice und Terrell Owens in San Francisco waren. Und er hat fast zwei Jahre voller Schulterprobleme hinter sich. Jetzt muss er sich nur noch an Shaun Hill vorbeiarbeiten.
Quelle: Matt Barrows, Sac Bee, 25.6.
Kommentare
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Zacharry (25. Jun. 2009)
zach
MoRe99 (25. Jun. 2009)
Darkside (25. Jun. 2009)
Ich lese da primär, dass er zumindest gesundheitlich auf der Höhe ist - unter OTA bedingungen wohlgemerkt...
Mal sehen wie dass im Camp aussieht und unter Wettkampfbedingungen in der pre bzw. regular Season.
Ein wichtiger Satz ist auch, dass es sich eben erstmal an Hill vorbeispielen muss.
Trotzdem, auch ich würde mich freuen, sollte ihm noch der Durchbruch gelingen und er sich als Antwort auf die QB Frage herausstellen.
Was wäre wohl alles machbar, wenn wir uns in der naechsten Draft mit unseren Firstroundern nicht um einen QB kümmern müssten...
Vorerst ist das alles pure Theorie - in 3, 4 Monaten dürften wir alle schlauer sein
Zacharry (25. Jun. 2009)
das lese ich bereits aus der überschrift raus. man könnte meinen ein zukünftiger hall of famer kommt nach einer verletzung zurück und überezugt alle durch 4 TD's. und das er körperlich wieder fit ist weiss doch auch keiner. das sagten die ärzte ja auch vor der letzten verletzung.
zach
stig49 (25. Jun. 2009)
MoRe99 (25. Jun. 2009)
stig49 (25. Jun. 2009)
Das ist doch jetzt keine falsche Einschätzung von Barrows - finde ich zumindest.
MaybeDavis (25. Jun. 2009)
GermanSpirit (26. Jun. 2009)
zurück ist er ja bereits seit ein paar wochen und jetzt diese überschrift - da kann man schon mehr hinein interpretieren
gerade wenn man seit einigen tagen keine berichte mehr gelesen hat
Duke (26. Jun. 2009)
Candlestick (26. Jun. 2009)
Geht doch gar nich wie die den Jungen körperlich kaputt gemacht haben und damit mögliches Kapital möglicherweise zerstört haben.
Zacharry (26. Jun. 2009)
da ist sicherlich etwas dran. man ist mit smith alles andere als ideal umgegangen. dennoch fehlte es smith an allen ecken und enden an der umsetzung seines unbestrittenen talents. und genau dieser fakt kommt mir immer viel zu kurz. das er es aber auch nie wirklich geschafft hat, zu überzeugen und sich durchzubeißen, wird immer unter den tisch gekehrt. außerdem war die entlohnung nun alles andere als gering.
zach
Zacharry (26. Jun. 2009)
das kommt noch dazu. sollte dies aber in der regular season passieren, ist eh schon alles gelaufen.
zach
Candlestick (29. Jun. 2009)
Nur kannsse mit Druck und Geldanreizen nur 40% der mesnchlichen Ressourcen anzapfen, an die restlichen 60% musse anders rankommen. Mit dem Problem schlägt sich jeder Mensch in Leitungsfunktion rum, is also nen alter Hut der nich über ne Karriere entscheidet.
Wie hoch sein Anteil an seinem bisherigen Scheitern is, dat is mir ziemlich egal solange die Niners so nen Mist beim Personal bauen. Denn wenn se bei Smith Mist bauen, dann tun se das auch bei den anderen Jungs im "Kleinen". Da brauchen wir uns also gar nich mit individuellen Schuldfragen beschäftigen, wir haben dann nämlich weiter nen kollektives strukturelles Problem.
Muss aber ja nich, kann ja besser geworden sein. Werdenw a aber noch zu sehen haben ...