In-Depth: Wie nützt man das Talent von Vernon Davis besser? (2. Jul. 2009)
Der arme Neuling, der zum ersten Mal in den Workout-Raum der Maryland Terrapins geht, kann einem leid tun. Über all den Gewichten sind die Namen der Rekordhalter der Uni-Football-Mannschaft festgehalten, Position für Position, zurück bis 1981. Bei den Tight Ends gehören so gut wie alle Rekorde Vernon Davis und sie sind ziemlich ausser Reichweite.
"Er war einer der begabtesten Spieler, wenn nicht der begabteste, den wir jemals hier hatten, und er besass einen unglaublichen Einsatzwillen", sagt Marylands Fitness Coach Dwight Galt, der Davis dabei beobachtet, wie er als Neuling sämtliche Rekorde brach und sie dann in den nächsten drei Jahren regelmässig selbst überbot.
Aber trotz seiner Kraft verschwendeten die Maryland Coaches nicht viel Zeit mit dem Gedanken, Davis zu einem Blocker zu machen. Sie nämlich sahen in ihm einen H-Back, der für jeden Defensive Back auf der anderen Seite zum Problem werden würde - und diese Einschätzung wurde nie überdacht. 2005 baute Maryland sogar seinen gesamten Passangriff rund um Davis - und der belohnte das mit 51 Catches - die meisten im Team - für 871 Receiving Yards, womit er die ACC anführte. Im nächsten Frühjahr wählten die 49ers Davis mit dem sechsten Draft-Pick.
Wenn man jetzt die 49ers-Coaches fragt, sagen sie: Davis war es wert. Verdammt, sagen sie, er ist zum besten Blocking Tight End vermutlich in der gesamten Liga geworden. Und habt ihr gesehen, wie er den Dolphin Sack-Experten Joey Porter letztes Jahr in Miami niedergemacht hat?
Die Wahrheit aber ist: Einen Blocking TE draftet man in der sechsten Runde, nicht mit dem sechsten Pick. Mit dem sechsten Pick willst Du einen Playmaker, einen der bei Receptions und Yards vorne liegt. Und in dieser Hinsicht war Davis bislang nur mittelmässig.
Letztes Jahr haben 27 andere TE's mehr Pässe gefangen als Davis. Er kam nur auf zwei Touchdowns, einen weniger als in seiner Rookie-Saison, in der sechs Spiele verletzt verpasst hatte. Denn die 49ers haben in ihm nicht gesehen, was die Maryland Coaches sofort sahen.
Vor einem Jahr gab sich Offensive Coordinator Mike Martz entzückt über Davis' einzigartige Kombination von Kraft und Schnelligkeit. Aber Martz nützt ihn nur an den extremen Enden seiner Fähigkeiten - als dritten Offensive Tackle, der dem Quarterback ein oder zwei Extra-Sekunden gab, oder als Receiver, der 35 Yards downfield lief, um einen oder zwei Bomben pro Spiel zu fangen.
Davis ist nicht Lynn Swann, wie jeder weiss, der je ein 49ers-Training gesehen hat. Er ist kein geborener Passfänger und er hat oft Probleme, Bälle zu erkennen, die über seine Schulter geworfen werden. Aber, so sagen es die Maryland-Coaches, das bedeutet nicht, dass er nicht Big Plays bei kurzen Pässen machen kann. "Er ist einer, der den Quarterback sehen muss und dann nach dem Catch ein paar Extra-Yards erkämpft", sagt Galt. "Da ist er sehr gut, sobald er den Ball hat". Der Offensive Coordinator der Terps, James Franklin: "Ich würde Vernon eher als explosiven Athleten beschreiben, und nicht so sehr als geschmeidigen Athleten".
Und das bedeutet, wenn Davis' Ex-Coaches 49ers Offensive Coordinator Jimmy Raye einen Rat geben könnten, dann würde er so lauten: Mach' einfache Spielzüge, und Davis wird Dich sehr schlau aussehen lassen.
Quelle; Matt Barrows, Sac Bee, 2.7.
"Er war einer der begabtesten Spieler, wenn nicht der begabteste, den wir jemals hier hatten, und er besass einen unglaublichen Einsatzwillen", sagt Marylands Fitness Coach Dwight Galt, der Davis dabei beobachtet, wie er als Neuling sämtliche Rekorde brach und sie dann in den nächsten drei Jahren regelmässig selbst überbot.
Aber trotz seiner Kraft verschwendeten die Maryland Coaches nicht viel Zeit mit dem Gedanken, Davis zu einem Blocker zu machen. Sie nämlich sahen in ihm einen H-Back, der für jeden Defensive Back auf der anderen Seite zum Problem werden würde - und diese Einschätzung wurde nie überdacht. 2005 baute Maryland sogar seinen gesamten Passangriff rund um Davis - und der belohnte das mit 51 Catches - die meisten im Team - für 871 Receiving Yards, womit er die ACC anführte. Im nächsten Frühjahr wählten die 49ers Davis mit dem sechsten Draft-Pick.
Wenn man jetzt die 49ers-Coaches fragt, sagen sie: Davis war es wert. Verdammt, sagen sie, er ist zum besten Blocking Tight End vermutlich in der gesamten Liga geworden. Und habt ihr gesehen, wie er den Dolphin Sack-Experten Joey Porter letztes Jahr in Miami niedergemacht hat?
Die Wahrheit aber ist: Einen Blocking TE draftet man in der sechsten Runde, nicht mit dem sechsten Pick. Mit dem sechsten Pick willst Du einen Playmaker, einen der bei Receptions und Yards vorne liegt. Und in dieser Hinsicht war Davis bislang nur mittelmässig.
Letztes Jahr haben 27 andere TE's mehr Pässe gefangen als Davis. Er kam nur auf zwei Touchdowns, einen weniger als in seiner Rookie-Saison, in der sechs Spiele verletzt verpasst hatte. Denn die 49ers haben in ihm nicht gesehen, was die Maryland Coaches sofort sahen.
Vor einem Jahr gab sich Offensive Coordinator Mike Martz entzückt über Davis' einzigartige Kombination von Kraft und Schnelligkeit. Aber Martz nützt ihn nur an den extremen Enden seiner Fähigkeiten - als dritten Offensive Tackle, der dem Quarterback ein oder zwei Extra-Sekunden gab, oder als Receiver, der 35 Yards downfield lief, um einen oder zwei Bomben pro Spiel zu fangen.
Davis ist nicht Lynn Swann, wie jeder weiss, der je ein 49ers-Training gesehen hat. Er ist kein geborener Passfänger und er hat oft Probleme, Bälle zu erkennen, die über seine Schulter geworfen werden. Aber, so sagen es die Maryland-Coaches, das bedeutet nicht, dass er nicht Big Plays bei kurzen Pässen machen kann. "Er ist einer, der den Quarterback sehen muss und dann nach dem Catch ein paar Extra-Yards erkämpft", sagt Galt. "Da ist er sehr gut, sobald er den Ball hat". Der Offensive Coordinator der Terps, James Franklin: "Ich würde Vernon eher als explosiven Athleten beschreiben, und nicht so sehr als geschmeidigen Athleten".
Und das bedeutet, wenn Davis' Ex-Coaches 49ers Offensive Coordinator Jimmy Raye einen Rat geben könnten, dann würde er so lauten: Mach' einfache Spielzüge, und Davis wird Dich sehr schlau aussehen lassen.
Quelle; Matt Barrows, Sac Bee, 2.7.
Kommentare
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Touchdownmaker (2. Jul. 2009)
Die neue Saison kann kommen!
MoRe99 (2. Jul. 2009)
Duke (2. Jul. 2009)
Yoda (2. Jul. 2009)
Seh ich ähnlich. Es kann mir doch keiner erzählen, dass unser Staff sich nicht sämtliche Tapes seiner College-Zeit angesehen hat. Man draftet doch niemanden in der ersten Runde um ihn dann bewusst falsch einzusetzten.
Ich glaube eher, dass es viel wichtiger war, dass der gute Herr Davis mal auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde, wie Sing es in der letzten Saisaon gemacht hat.
Zacharry (2. Jul. 2009)
dann wäre er aber keinen 1st round pick wert.
zach
zugschef (2. Jul. 2009)
Zacharry (2. Jul. 2009)
naja, mir sind schon ein paar wirklich fragwürdige drops in erinnerung, auch nicht wenige.
zach
silentsound (2. Jul. 2009)
Duke (2. Jul. 2009)
stig49 (2. Jul. 2009)
Für mich deutet das auf was hin, was sich immer wieder andeutet: Wer, ausser Frank Gore, wurde in der Nolan-Ära eigentlich so eingesetzt, wie es ideal für ihn gewesen wäre? Ich habe es damals nicht so kritisch gesehen, aber rückblickend beginnt man sich doch zu fragen.
stig49 (2. Jul. 2009)
Duke (2. Jul. 2009)
Yoda (2. Jul. 2009)
Rückblickend kann man auch fragen, wer ausser Willis hat sich in dieser Zeit eigentlich wirklich weiter entwickelt? Die ganze Zeit sieht mit etwas Abstand betrachtet wie ein ständiges Hin und Her aus, angefangen bei dieser Zwitter 3/4 4/3 Defense. Ich glaube einfach, dass gerade die jungen Spieler klare Ansagen brauchen, sowohl auf als auch neben dem Platz. Und da trau ich Sing einfach mehr als Nolan zu.
stig49 (2. Jul. 2009)
Daddy (2. Jul. 2009)
silentsound (2. Jul. 2009)
wizard49er (2. Jul. 2009)
Ich hab es verstanden und find es gut
stig49 (3. Jul. 2009)
Ich dachte, Du wolltest sagen, er hätte sich selbst damit rausgeredet.